Virtuos und voller Witz
Buchen. (let) Lebhaft, witzig und virtuos – dies beschreibt das Klavierkabarett am dritten Advent von Armin Fischer. Der Kabarettist brachte durch seine magischen Tastenkombinationen und feinsinnigen Humor eine ausgelassene Stimmung in die Stadthalle und entlockte dem Publikum so manche Lacher. Die Gäste in der fast ausverkauften Stadthalle applaudierten kräftig und würdigten die Virtuosität des Pianisten durch stehende Ovationen.
Fischer, der für seine originelle Verbindung von virtuellem Klavierspiel und trockenem Witz bekannt ist, entführte das Publikum mit seinem Best-of-Programm „Verspielt – ein Klavierkonzert in Lach-Dur“ auf eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen und Stile der Klaviermusik. Auf dem abwechslungsreichen Programm standen Werke von berühmten Komponisten wie Franz Liszt, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach.
Besonders eindrucksvoll interpretierte Fischer Liszts „Rhapsody Nr. 1“ und den berühmten „Liebestraum“, während er Beethovens „Mondscheinsonate“ mit einer Prise Ironie und spielerischer Leichtigkeit präsentierte.
Doch Fischer beließ es nicht bei den Klassikern. Auch Edvard Griegs „Morgenstimmung“ und George Gershwins jazzige „Rhapsody in Blue“ fanden ihren Platz. Immer wieder unterbrach er sein Spiel mit kabarettistischen Einlagen, Anekdoten und augenzwinkernden Kommentaren zum Künstlerleben. Besonders großen Anklang fanden seine Einblicke in das Leben eines Pianisten auf Reisen mit einem Kreuzfahrtschiff.
Mit lebhaften Schilderungen und einem charmanten Augenzwinkern berichtete Fischer von kuriosen Erlebnissen auf hoher See, unerwarteten Mitreisenden und den kleinen Freuden, die ein Künstlerleben so mit sich bringt.
Einen roten Faden des Abends bildete die Holzfigur seines selbsterklärten Mentors Franz Liszt, der immer wieder als vermeintlicher Berater und Inspirationsquelle humorvoll zitiert wurde. Mit diesem Kunstgriff schlug Fischer eine Brücke zwischen musikalischer Tradition und zeitgemäßer Unterhaltung. Neben den Werken der großen Klassiker fanden auch Komponisten wie Igor Strawinsky und Richard Clayderman Erwähnung. Die Vielseitigkeit des Programms spiegelte sich in der Spielfreude Fischers wider, der scheinbar mühelos zwischen den Stilen wechselte und dabei stets den Kontakt zum Publikum suchte.
Ein Highlight war das abschließende, improvisierte Medley, das Fischer spontan aus den Musikwünschen der Anwesenden
zusammenstellte. Hier zeigte sich nicht nur seine Virtuosität, sondern auch sein Gespür für die Stimmung im Saal. Zum Ausklang der Vorstellung stimmte das Publikum gemeinsam mit Fischer Weihnachtslieder an – ein stimmungsvoller
Schlusspunkt, der für eine festliche Atmosphäre sorgte und das Gemeinschaftsgefühl stärkte.
Mit „Verspielt – ein Klavierkonzert in Lach-Dur“ hat Armin Fischer einmal mehr bewiesen, wie unterhaltsam klassische Musik sein kann, wenn sie mit Witz, Persönlichkeit und Spielfreude dargeboten wird. Die Besucher der Stadthalle Buchen erlebten einen Abend, der bei Musikliebhabern und Freunden des Kabaretts gleichermaßen Der Kabarettist sorgte für ausgelassene Stimmung.
RNZ vom 19. Dezember 2025: L. Schäfer