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3. Abo-Konzert Schumann-Soirée
Sonntag, 21. März 2010, 17 Uhr Joseph-Martin-Kraus-Saal
Martina Nawrath, Sopran Benedikt Nawrath, Tenor Holger Berndsen, Klavier
Schumann-Soirée Die Musikwelt feiert im Jahr 2010 den 200. Geburtstag des großen romantischen Tondichters Robert Schumann (1810-1856). In der Schumann-Soirée erklingen seine berühmten Kinderszenen für Klavier sowie aus seinen Liedern Duette und den Zyklus Dicherliebe.
Martina Nawrath wurde in Sonneberg geboren. Ihren ersten Musikunterricht erhielt sie bereits im Alter von acht Jahren im Fach Klavier. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Prof. H. Laubenthal und Gabriele Czerepan von Ulmann. 2008 schloss sie ihr Studium erfolgreich mit dem Opern- und Konzertdiplom ab. Derzeit studiert sie in der Fortbildungsklasse bei Prof. Leandra Overmann. Innerhalb der Opernschule war sie in zahlreichen Produktionen unter der Regie von Prof. H. Klembt zu hören. Die wichtigsten Rollen waren hier die Romilda in G. F. Händels „Xerxes“, die Rosaura in „Die neugierigen Frauen“ von E. Wolff-Ferrari und die Fanny in „La cambiale die matrimonio“ von G. Rossini. In verschiedenen freien Opernproduktionen studierte Martina Nawrath besonders die hohen Sopranpartien von W. A. Mozart. So sang sie zum Beispiel die Blonde aus „Die Entführung aus dem Serail“ unter der Leitung von Christian Kabitz und die Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ 2007 in einer konzertanten Aufführung. Des Weiteren debütierte sie als Adele aus der „Fledermaus“ von Johann Strauss bei der Opernakademie Schloss Henfenfeld. Martina Nawrath ist auch im Konzertfach rege tätig. Hier liegt ihr Schwerpunkt auf den Oratorien und Messen des Barock und der Klassik. Zum gängigen Repertoire gehören hier u.a. das „Weihnachtsoratorium“ und die Passionen von Bach, das „Exsultate jubilate“ von Mozart so wie der „Messias“ von Händel, den sie mit den Münchner Bachsolisten sang.
Der Tenor Benedikt Nawrath wurde in Heidelberg geboren. Erste musikalische Erfahrungen sammelte er als Cellist im Joseph-Martin-Kraus Quartett und mit dem Kurpfalzorchester. Nach dem Abitur 2001 begann er seinen Gesangsunterricht bei Doris Döllinger. Seit Oktober 2002 ist Benedikt Nawrath Student an der Hochschule für Musik in Würzburg. Anfangs widmete er sich dem Lehramt, wechselte jedoch nach einem Jahr als Gaststudent in der Opernschule 2004 in das Gesangsstudium zu Prof. Endrik Wottrich. Während seines Studiums erarbeitete er verschiedene Partien in der Opernschule, unter anderem die gleichnamige Hauptpartie des „Xerxes“ von G. F. Händel sowie „Don Ottavio“ aus Don Giovanni von W. A. Mozart. 2006 erhielt Benedikt Nawrath das Richard Wagner Stipendium. Im Juni 2007 sang er in einer konzertanten Aufführung unter der Leitung von Wolfgang Kurz den Tamino aus der Zauberflöte von W. A. Mozart. Mit dieser Partie debütierte Benedikt Nawrath im Januar 2009 am Theater Erfurt. Außerdem ist er bei der Kammeroper München und der Pocket Opera Nürnberg mit Werken von Cimarosa und Mouret engagiert. Mit der Bayerischen Kammeroper wird Benedikt Nawrath beim diesjährigen Mozartsommer in Würzburg als Alfred aus „Die Fledermaus“ von J. Strauß und als Pedrillo aus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ zu hören sein.Am weitesten gefächert ist sein Repertoire im Konzertbereich. Von Bachs Weihnachtsoratorium über Bruckners 9. bis hin zu zeitgenössischer Musik reicht hier der Bogen. Bei der Internationalen Bachwoche 2006 in Stuttgart absolvierte er den Meisterkurs bei Scot Weir und sang in den folgenden Gesprächskonzerten unter der Leitung von Helmut Rilling die Matthäus-Passion von J. S. Bach. 2007 erschien bei Carus die hochgelobte CD mit Messe und Motetten von J. Chr. Altnickol des Norddeutschen Figuralchors unter der Leitung von Jörg Straube mit Benedikt Nawrath als Tenorsolist. Konzerte mit dem Bach-Collegium Stuttgart, den Münchner Bachsolisten, Musika Alta Ripa, der Vogtlandphilharmonie und Konzerte im Konzerthaus Berlin runden seine rege Tätigkeit als Solist ab.
Der Würzburger Holger Berndsen stammt aus einem Musikerhaushalt und erhielt so bereits im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Nach Unterricht bei Enikö Török und Studium bei Prof. Arne Torger an der Hochschule für Musik in Würzburg war es vor allem sein Studienaufenthalt von 1994-1998 am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau (bei Prof. Lew Naumow und Andrey Diev), der ihn künstlerisch prägte. Nach Beendigung seines Würzburger Studiums folgten neben zahlreichen Klavierabenden – hierunter ist besonders hervorzuheben sein Solokonzert im Rachmaninow-Saal des Moskauer Konservatoriums zum Abschluß seines Studiums im Jahre 1998 – Auftritte im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals und bei Ballettproduktionen der Theater in Darmstadt und Coburg mit Werken wie dem Konzert Nr. 1 von Tschaikowsky, Kreisleriana von Schumann oder Sonaten und Impromptus von Schubert. Schon während seiner Ausbildung bei Arne Torger begann seine intensive Auseinandersetzung mit dem Repertoire für Gesang und Klavier. In der Folge entwickelte sich eine rege Tätigkeit als gesuchter Liedbegleiter im In- und Ausland. Kurse bei Axel Bauni, Helmut Deutsch, Aribert Reimann und Galina Wischnewskaja waren hierbei wichtige Einflüsse. Seit 1998 hat Holger Berndsen einen Lehrauftrag für Vokalkorrepetition, Klavier und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Würzburg inne, wo er mit renommierten Gesangspädagogen wie Prof. Jutta Bucelis-Dehn, Prof. Charlotte Lehmann, Prof. Leandra Overmann, Prof. Cheryl Studer und Prof. Endrik Wottrich zusammenarbeitet.
Wettbewerbserfolge seiner Studenten beim Armin-Knab-Wettbewerb Würzburg, dem Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb Berlin 2003, dem Wettbewerb für zeitgenössisches Lied des BDI in Melsungen 2004 sowie dem Joseph-Suder-Liedwettbewerb in Nürnberg 2006 sind das Ergebnis seiner intensiven Arbeit als Liedpädagoge. Holger Berndsen tritt mit Sängern auf wie Katarzyna Dondalska, Horst Laubenthal, Silke Schwarz, Brigitte Wohlfarth oder Endrik Wottrich. Zahlreiche Uraufführungen, Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit Liedern und Klavierwerken von Komponisten wie Benjamin Britten, Edison Denissow, Georg Haider, Stefan Hippe, Christian Jost, Vadim Karasikov, Ernst Krenek, Ines Lütge, Olivier Messiaen, Alexander Muno, Klaus Ospald, Marcus Reißenberger, Tobias PM Schneid, Charlotte Seither, Stefan Johannes Walter, Bernhard Weidner, u.a. zeugen von seinem großen Interesse für die Musik unserer Zeit. 2009 erscheint bei Telos eine CD mit Liedkompositionen polnischer Komponisten, aufgenommen mit Katarzyna Dondalska.
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